Rund die Hälfte der eingewanderten Bevölkerung in Deutschland sind Frauen. Sie sind eine heterogene Gruppe, die oft besonderen Integrationsherausforderungen ausgesetzt ist; u.a. ist bei eingewanderten Frauen ein Jahr nach der Ankunft im Aufnahmeland eine Geburtenspitze zu beobachten. Beschäftigungs- und bildungspolitische Maßnahmen, welche die besondere Situation von eingewanderten Frauen berücksichtigen, sind häufig besonders effektiv. Insbesondere der Erwerb grundlegender Kompetenzen (Bildungsniveau, deutsche Sprache) ist mit deutlich verbesserten Arbeitsmarktergebnissen verbunden – mehr als bei Männern. Ferner ist ein generationsübergreifender positiver Effekt auf die Kinder zu beobachten.
Dr. Thomas Liebig
Leitender Ökonom in der Direktion für Arbeit, Beschäftigung, und Soziales der OECD
Der Internationale Migrationsausblick 2024 der OECD analysiert die Entwicklungen bei Migrationsbewegungen und -politiken sowie der Arbeitsmarktintegration in den OECD-Ländern. Einen Impulsbeitrag von Dr. Thomas Liebig finden Sie auf der Seite der OECD zum Migrationsausblick 2024.